Embryo

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Embryo

Frau L., 32 Jahre alt, hatte seit Jahren ein ausgeprägtes Zwangsverhalten verbunden mit der Angst, völlig die Kontrolle über ihr Leben zu verlieren. Immer häufiger kam es vor, dass sie ohne ersichtlichen Anlass aggressiv wurde. Dann warf sie Gegenstände gegen Wände, schrie, verletzte sich selbst oder schlug um sich. Sie befürchtete ihren Beruf aufgeben zu müssen, da es ihr zunehmend schwer viel, sich auf der Arbeit zu beherrschen. Verschiedene Therapien brachten keine Linderung. Die Mutter von Frau L. war manisch depressiv und suchtkrank.

Ich habe mit Frau L. alle in Frage kommenden Belastungen ihrer Kindheit aufgelöst, jedoch veränderte sich nur wenig an ihren Symptomen. Frau L. war sehr zugänglich für die Hypnose und ich führte sie zurück in ihre embryonale Erfahrung im Mutterleib (Anmerkung: Wir wissen heute, dass das Ungeborene bereits aufmerksam ist, dass es reagieren kann und vom ersten Moment seiner Zeugung ein aktives Seelenleben besitzt. Ab dem Augenblick unserer Zeugung werden alle positiven aber auch traumatischen Ereignisse gespeichert und sind abrufbar). Frau L. sah sich als Embryo wieder, das von seiner Mutter unzureichend ernährt worden ist. Ihre Mutter schlug und streichelte in ihren manisch depressiven Anfällen ihren schwangeren Bauch. Frau L. erinnerte sich wieder an diesen permanenten Wechsel von Zuneigung und Ablehnung. Sie spürte erneut die Angst und den stätigen Stress von einst, den ihre Mutter auf sie übertragen hatte. Nachdem die Ursache gefunden war, konnte Frau L. ihre embryonale Erfahrung als Auslöser für ihr zwanghaftes Verhalten als Erwachsene verstehen und ihr Körper befreite sich von den inneren Anspannungen. In einem späteren Telefonat bestätigte Frau L. mir, dass sie seitdem keine Belastungen mehr hat.